Lesedauer: 2 bis 3 Minuten

Warum überhaupt gründen wir veroverde®? Warum machen wir uns diesen riesigen Stress, gehen ein großes finanzielles Risiko ein, wo wir es doch in unseren herkömmlichen Berufen so viel einfacher haben könnten?

Nun, diese große Frage hängt ganz eng mit dem Thema des Blogartikels zusammen – denn als wir erkannten, wie eine der größten Industrien unsere eigene Gesundheit sowie unser Ökosystem zerstört, konnten wir nicht mehr wegschauen. Uns wurde klar, dass, will man wirklich etwas in dieser Welt verändern, man um diesen extrem herausfordernden Bereich nicht herum kommt.

Hunger ist eines der größten Probleme der Menschheit, unserer Welt – und dieses Problem fängt nicht erst in Ländern der dritten Welt an, in denen es sichtbar wird, sondern ist ein absolut globales Thema.

Inzwischen hat sich in weiten Kreisen herumgesprochen, wie ein Weltkonzern aus dem Lebensmittelbereich den Armen ihre Rechte und Überlebensgrundlagen nimmt, um damit den Reichen dieser Welt überteuerte Billigprodukte zu bringen und sich selbst zu bereichern. Auch die Fusion eines amerikanischen Saatgutriesen mit einem riesigen deutschen Chemieunternehmen und ihre verheerenden Auswirkungen haben mediale Aufmerksamkeit erlangt.

Doch diese beiden Beispiele sind nichts weiter als die Spitze eines riesengroßen Eisbergs, unter dessen Oberfläche in einem globalen System an so vielen Stellen unendlich viel Leid erzeugt wird.

Ja, unser Planet kämpft mit einem enormen Bevölkerungswachstum. Ja, das führt logischerweise zu Großkonzernen, die sich damit beauftragt fühlen, eine riesige Weltbevölkerung so effizient wie möglich satt zu bekommen. Und ja, das scheint in großen Teilen der Erde vordergründig auch tatsächlich einigermaßen zu funktionieren. Ganz besonders gut funktioniert dies übrigens in Deutschland: Unserer „Discounter- und Geiz ist geil“ Tradition ist es geschuldet, dass sich hierzulande auch Menschen unter der Armutsgrenze glücklicherweise satt und bei Belieben auch kugelrund essen können.

Im europäischen Vergleich geben wir Deutsche prozentual an unserem Einkommen gerechnet am allerwenigsten Geld für Lebensmittel aus – und das verdanken wir natürlich nur den wahnsinnigen Machenschaften unserer gigantischen Lebensmittelindustrie! So bleibt mehr Geld für unsere geliebten Autos und die teuren Fernreisen. Setzen wir aber damit tatsächlich die richtigen Prioritäten für unser Leben? Wie ist dies damit vereinbar, dass wir heute wissenschaftlich bestätigt wissen, wie sehr unsere Ernährung zu Gesundheit und Glück beiträgt?
Macht es Sinn, für unsere Automotoren das teuerste „longlife“ Motoröl zu verwenden und uns selbst das günstigste „shortlife“ Öl aus dem Discounter über unser Essen zu kippen?

Wusstest du, dass der Preiskampf unter einem so gigantischen Druck steht, dass einer der bekanntesten deutschen Lebensmittelriesen Monat für Monat hohe Strafzahlungen in Kauf nimmt, um auf diese Weise seine Zahlen vor der Konkurrenz verschleiern zu können, was natürlich vollkommen gesetzeswidrig ist –

Können wir beginnen, uns für unseren Planeten, für Umweltschutz und all die damit verbundenen großen Themen einzusetzen, ohne unser tägliches Konsumverhalten im Bereich der Lebensmittelbeschaffung zu hinterfragen und zu verändern?

Wir meinen, das können und dürfen wir auf gar keinen Fall! Deshalb gründen wir veroverde®! Wir möchten Aufklärung leisten und unseren winzig kleinen Beitrag dazu leisten, sowohl unserer Gesundheit als auch unserer Natur gegenüber endlich Verantwortung zu übernehmen.

Bitte teile diesen Artikel, verbreite ihn, tritt mit uns in Kontakt!

Wir versuchen tagtäglich alles dafür zu tun, Lebensmittel und deren Weiterverarbeitung neu zu denken. Dabei stoßen wir auch jeden Tag aufs Neue an unsere Grenzen, weil wir nicht wissen, wie wir den Spagat zwischen unseren hohen Werten einer ökologischen und ethisch guten Lebensmittelbeschaffung auf der einen und bezahlbaren Produkten auf der anderen Seite schaffen können.

Oder denken wir vielleicht in die falsche Richtung und müssen diesen Spagat gar nicht anstreben, sondern eher auf ein Umdenken und eine entsprechende Wertschätzung der Menschen für unsere Lebensmittel warten?

Vermutlich liegt die Lösung irgendwo dazwischen, denn wir können nicht mehr so lange damit warten, etwas zu verändern, bis die Menschheit umgedacht hat – denn es ist bereits heute 5 nach 12, unsere Bodenqualität ist am Ende, die Menschen werden immer kränker und ein Ende des Welthungerproblems ist auch noch lange nicht in Sicht!

Elija

0